Neubau Erich Kästner-Schule


Die bauliche Leitidee zum Neubau der Mittelstufe denkt die vorhandene Struktur der heutigen Hauptschule in Form von Einzelgebäuden im Ensemble weiter und versucht so, die wirtschaftliche Überlegung der Umnutzung vorhandener Gebäude zu einem räumlichen Mehrgewinn des Gesamtkomplexes zu sublimieren. Die vier vorhandenen 2-geschossigen Gebäude (D, E, F, G) werden um drei neue 3-geschossige Gebäude (A, B, C) ergänzt. Alle Gebäude ordnen sich um eine neue gemeinsame Mitte, welche die Hauptzirkulation, die Aula und die Mensa aufnimmt. Es entsteht so ein nichthierarchisches Gebäudeensemble mit vielfältigen, differenzierten Außenräumen für Rückzug und Gemeinsamkeit.

Raumkonzept
Das Haus B dient als Haus für Wissenschaft und Kunst, denn hier befinden sich die Fachräume für Biologie, Chemie, Physik und die Kunst- und Werkräume.

In Haus A und C befinden sich in den Obergeschossen die Klassen- und Differenzierungsräume, wobei jedem Geschoss immer eine komplette Jahrgangsstufe zugeordnet wird. Das Erdgeschoss von Haus A dient vornehmlich den Belangen der Schulverwaltung, der Schulleitung und den zentralen Lehrerbelangen. Dem entgegen wird das Erdgeschoss von Haus C den Belangen der Schüler gewidmet (SV-Raum, Selbstlernzentrum mit PC-Räumen und Bibliothek).

Die Geschossgrundrisse der verschiedenen Jahrgangsstufen erlauben eine Flexibilität, die einer Teamschule gerecht werden kann und zukünftigen Lehrkonzepten jenseits vom Frontalunterricht räumlich die Voraussetzungen schafft.

Zusätzlich zu den im Raumprogramm geforderten Räumen wurden aus den Verkehrsflächen und Wartezonen Räume für eine freie Nutzung geschaffen. Diese sind so angeordnet, dass sie zu den Klassenräumen geschaltet und für temporäre Gruppenarbeit genutzt werden können, oder dass sie im Ganztagesbetrieb als Clubraum der Jahrgangsstufen genutzt werden können.

In den einzelnen Geschossen werden mittels Glaswänden vielfältige Sichtbezüge zwischen den zentral angeordneten Fluren, den einzelnen Räumen und ins Freie geschaffen. Ferner sind die zentral angeordneten Bereiche über ein vertikales Atrium geschossübergreifend verbunden.
Den einzelnen Gebäuden sind einzelne Schulhöfe und Freiflächen auf dem Dach des zentral eingeschobenen Gebäudes (Mensa, Aula) zugeordnet. Es ergeben sich so vielfältige Möglichkeiten der Verteilung und Aneignung von Räumen.

Aufnahme des Schulbetriebs: 30. August 2010

 
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